Ergonomie am Büro-Arbeitsplatz

In Büros ist es ein häufiges Bild: täglich sitzen Arbeitnehmer mehrere Stunden an Schreibtischen und erledigen Büroarbeit. Vor allem digitale Arbeit hat in den vergangenen Jahren zugenommen und so ist ein Bildschirm mit Tastatur und Maus oft ein vertrautes Bild im Büro. Doch neben der Erleichterung der Arbeitsweise gibt es auch viele neue Probleme, die dadurch entstehen. Nämlich weniger Bewegung und langes Sitzen. Das ist für die Gesundheit eine enorme Belastung und es entstehen oft gesundheitliche Probleme oder sogar Schäden. Zu den häufigsten körperlichen Beschwerden unter Erwerbstätigen mit überwiegend sitzenden Tätigkeiten an Schreibtischen gehören Rückenschmerzen. Dementsprechend wichtig ist eine gute Ergonomie am Arbeitsplatz. 

5 Tipps für eine gute Ergonomie am Büro-Arbeitsplatz

Wir zeigen 5 Tipps für gesunde Büroarbeit und was einen guten Büro-Arbeitsplatz ausmacht.

  1. Bildschirm:  Achten Sie besonders auf Ihren Bildschirm. Die Bildschirmoberkante sollte in etwa auf Augenhöhe sein und der Abstand zwischen Augen und Bildschirm sollte mindestens eine Armlänge betragen. Laut einer Untersuchung der Universität von Utah arbeiten Mitarbeiter mit einem größeren Bildschirm (24-20 Zoll) schneller als mit einem kleineren. 

  2. Bürostuhl: Der Bürostuhl sollte ergonomisch und immer individuell an den Nutzer angepasst werden. Die Beine sollten circa um 90 Grad angewinkelt sein und die Kniekehlen etwa zweifingerbreit über der Sitzvorderkante herausragen. Über Ihren Oberschenkeln sollte noch eine Handbreit Platz bis zur Tischplatte vorhanden sein. 

  3. Büroraum: Achten Sie auch auf den Büroraum. Um Ihren Schreibtischstuhl sollte genug Platz sein, damit Sie sich bewegen können. Der Lärmpegel muss so niedrig wie möglich gehalten werden. Schon geringer Lärm beeinträchtigt die Produktivität und sorgt für Stress. Außerdem sollte die Temperatur bei ca. 20-22 Grad liegen. 

  4. Lichtverhältnisse: Am besten ist natürliches Tageslicht und keine direkte Beleuchtung auf den Bildschirmarbeitsplatz. Bei direktem Licht auf den Arbeitsplatz ermüden die Augen sehr schnell. Des Weiteren sollte der Schreibtisch nicht frontal vor dem Fenster stehen, da der Kontrast zwischen Fenster und Bildschirm zu hoch wäre. 

  5. Bewegung: Am besten ist ein eingestellter Wecker oder auch eine Smartwatch, die an regelmäßige Pausen und kleine Bewegungseinheiten erinnert. Kleine Übungen helfen, die zum Sitzen gezwungenen Körperteile zu mobilisieren. Zum Beispiel kann man folgende Übungen machen: Oberkörper-Drehungen, Arm-Bewegungen, Becken kreisen, strecken und “vertreten” der Beine, Laufen auf der Stelle. Es reichen oft 3-5 Minuten aus und man fühlt sich etwas besser und der Feierabend beginnt nicht mit Schmerzen nach dem Sitzen.

Bewegung ist alles!

Trotz dieser Tipps ist es wichtig sich auch nach der Arbeit zu bewegen und sportlich zu betätigen. Der Mensch ist einfach nicht zum Sitzen gemacht. Viele Krankheiten entstehen durch Mangel an Bewegung, gerade langfristig. Ob Übergewicht oder degenerative Veränderungen der Knochen und Gelenke – mangelnde Bewegung schränkt uns ein.

Circa ein Viertel der beruflichen Fehltage lässt sich auf Rückenbeschwerden zurückführen. Krankschreibungen wegen Rückenschmerzen verursachen insgesamt rund 50 Millionen Ausfälle von Arbeitstagen pro Jahr und dementsprechend auch enorm hohe Kosten. Eine bessere Ergonomie sorgt nachweislich für bessere Ergebnisse und weniger Fehltage. 

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